Shanghai – Perle des Orients

Eindrücke aus dem Paris des Ostens

Shanghai (上海 – Shàng hǎi)

Mit mehr als 24 Millionen Einwohnern erzählt Shanghai zahlreiche interessante Geschichten und zeigt Lebenswelten voller Gegensätze zwischen schillerndem Finanzviertel und der Straßenküche um die Ecke.
Schon in den 1930er Jahren war Shanghai die größte und prächtigste Stadt des fernen Ostens. Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich die Stadt zu einer facettenreichen Megacity entwickelt, die auch zunehmend für Touristen attraktiv wird. Ausgehend von der World Expo 2010 mit rekordartig hoher Besucherzahl, entwickelte sich die Infrastruktur rasant und nachhaltig weiter. Heute bewegt man sich problemlos durch das Häusermeer mit der Shanghai Metro, die sich wie ein Netz über die gesamte Fläche der Stadt von über 6 Tausend Quadratkilometern spannt. Als wichtige Finanz- und Geschäftsmetropole mit großer kultureller Vielfalt hat Shanghai mehr als 60 Partnerstädte. Die Hafenstadt Hamburg ist seit 1986 die deutsche Partnerstadt Shanghais.
Der Huang Fluß teilt Shanghai in 2 Hälften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der westlichen Seite in Puxi säumen Bauten aus den 30er Jahren majestätisch den Fluß am Bund. Dahinter findet man neues und altes bunt gemischt und aufeinander gedrängt im schnellen Puls der Metropole. Die östliche Seite ist vor allem am Abend sehr viel ruhiger. Pudong hat sich innerhalb von 20 Jahren vom Ackerland zum hypermodernen Finanz- und Geschäftsviertel verwandelt. Am Huang Fluß blickt man aus eleganten silbernen Türmen auf das alte Shanghai und den Bund mit seinen schönen alten Gebäuden. Einige Tunnel und Brücken verbinden die beiden Welten. Die bekannteste Brücke ist die Nanpu Brücke, die sich in schneckenspiralen von hoch oben nach Puxi hinunter dreht. Falls man ein neues Hemd benötigt, findet man darunter den Shanghai Soft Spinning Markt mit einer unendlichen Auswahl an Stoffen und Schnitten.
Wer mehr über die Entwicklung und Struktur von Shanghai erfahren möchte, ist im Shanghai Stadtplanungsmuseum am People Square gut aufgehoben. Dort gibt es unter anderem ein imposantes Model der riesigen Stadt, das sich über ein ganzes Stockwerk erstreckt. Für mehr geschichtlich interessierte bietet das Shanghai History Museum eine Reise vom ersten Bewohner Shanghais zur heutigen Millionenstadt, durch viele Entwicklungen und geschichtliche Verwerfungen hindurch.

Die Top 3 Shanghai-Lights

Man kann unendlich viel Zeit im Paris des Ostens verbringen und immer wieder Neues entdecken. Für eilige Reisende, mit kurzem Aufenthalt, gibt es typische Anlaufstellen, die auf keinem Foto fehlen sollten.
• Bund und Lujiazui
• Französische Konzession
• Altstadt mit Yu Garten

Lujiazui

Das erste Merkmal, das einem in Shanghai auffällt, ist zweifelsohne der kunterbunte, kugelige Oriental Pearl Tower. Einst höchster Turm im Finanzviertel Lujiazui in Pudong, wird er nun von weiteren Türmen überragt, die im Wettlauf um den höchsten Turm gewachsen sind. Im inneren des Jin Mao Tower befindet sich ein Hotel dessen Zimmer in einem Kreis angeordnet sind, der im Inneren nach unten offen ist. Von allen Stockwerken kann man aus schwindelerregender Höhe vom Flur auf das Piano in der Bar darunter schauen. Im oberen Teil des Turms thront noch eine Cocktailbar mit Ausblick. Wer noch eins höher hinaus will, besteigt den Shanghai Financial Tower. In Form eines überdimensionalen Flaschenöffners ragt er in den Himmel über Shanghai und leuchtet in verschiedenen Farben. Auch dort findet der nach Aussicht suchende Cocktailliebhaber eine schöne Bar, um den Tag ausklingen zu lassen und die Nacht einzuläuten. Der höchste Turm in China – und nach Burj Khalifa in Dubai zur Zeit der zweithöchste Turm der Welt – ist der Shanghai Tower. Der 600 m hohe Turm schraubt sich mit eleganten Windungen nach oben und bietet einen faszinierenden Rundumblick über die unendlichen Weiten von Shanghai.
Möchte man die Türme in voller Schönheit in der Nacht erstrahlen sehen, empfiehlt sich ein Spaziergang auf der anderen Seite des Huang Pu am Bund in Puxi. Der Bund ist eine Promenade entlang des Flusses und den prächtigen alten Gebäuden aus den Shanghaier 30iger Jahren. Dort flaniert und bestaunt man das moderne Finanzviertel mit seinen bunt beleuchteten Türmen. Einige Hotels bieten hier auch schicke Bars mit Dachterrassen und spektakulärer Aussicht, wie beispielsweise die Vue Bar im Hyatt On The Bund, von der man beide Seiten gleichzeitig im Blick hat, während man die heiß gelaufenen Füße im Whirlpool der Bar ein wenig abkühlen läßt.
Wer die Aussicht gerne wie James Bond in Skyfall genießen möchte, packt die Badehose ein, fährt nix wie raus zum Four Seasons Hotel in Pudong und läßt sich im Infinity Pool im 40ten Stock an den Türmen vorbei gleiten.

Französische Konzession

Auf den Spuren des Paris des Ostens ist die alte französische Konzession ein echter Zeitzeuge. Die Straßen sind noch immer mit den alten Platanen gesäumt, die im heißen Shanghaier Sommer wunderbaren Schatten spenden. Unter dem grünen Dach tummelt sich das bunte Leben auf den Straßen voller kleiner Häuser, Läden, Restaurants, Bars und Cafés. Es geht bunt und fröhlich zu. Die französische Konzession lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein, auf denen es so einiges zu entdecken gibt. Historische Gebäude sind beschildert und mit kurzen Beschreibungen versehen. Altes und neues verschmilzt in schöner Erhaltung des ursprünglichen Stadtbildes. In Xintiandi wurden die alten Shikumen Häuser aus dem 19. Jahrhundert renoviert. Nun kann man zwischen den Häusern flanieren oder gemütlich in einem der vielen Restaurants und Cafés verweilen. Mag man es noch ursprünglicher ist das kleine Viertel Tianzifang eine wahre Freude. In schmalen kleinen Gassen wuseln die Menschen durch ein farbenfrohes Labyrinth von Souvenirläden, Cafés, Bars, Dachterrassen, Galerien und vielem mehr. Es tut sich immer wieder etwas Neues und Unerwartetes um die nächste Ecke auf und man kann sich wunderbar treiben lassen. Zu einem bestimmten Laden wieder zurück zu finden, setzt allerdings exzellente Navigationsfähigkeiten voraus. Nach einem anstrengenden Tag per pedes durchs fernöstliche Paris, darf man sich auf eine große Auswahl kulinarischer Genüsse freuen. Sehr gute chinesische Yunnan Küche findet man im Lost Heaven. Oder man befragt eine der zahlreichen Apps, wie beispielsweise http://www.smartshanghai.com/. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei und auch das Tanzbein muss nach dem Essen nicht ruhen.

Altstadt mit Yu Garten

Spuren des alten Chinas findet man in der Altstadt mit dem Yu Yuan und dem Stadtgotttempel. Sobald man in diese liebevoll restaurierte Altstadt eintaucht, ist man von lauter neuen Düften umgeben. Kulinarisch kann man sich hier ins Abenteuer stürzen und alles Mögliche ausprobieren. Außerdem gibt es Souvenirs, Schmuck und Tee zu kaufen. Das bekannteste Fotomotiv aus dieser Ecke Shanghais ist die Brücke vor dem Teehaus, das elegant über dem Teich zu schweben scheint. Läuft man über die gezackte Brücke, kann gemäß Feng-Shui schlechte Energie nicht folgen, da das zickzack diese abbremst. Auf der anderen Seite findet man den Eingang zum Yu Yuan (Yu Garten). Beim Betreten des Gartens fallen Lärm und Hektik der Umgebung von einem ab und man taucht ein in eine Oase der Ordnung und der Ruhe. Der Yu Yuan stammt aus der Ming Dynastie (1368 – 1644) und ist ein wunderschönes Beispiel chinesischer Gartenkunst. Man wandelt über Brücken, durch schmale Gänge und Felsen während man Architektur, Pflanzen und orange leuchtende Koi-Fische bewundern kann. Auf zahlreichen Fotomotiven kann man sich hier romantisch in Szene setzten.
Nach ausgiebigem Lustwandeln bietet sich ein Tee in dem alten roten Teehaus auf dem grünen Teich an. An kleinen Tischchen sitzt man im 1. Stockwerk am Fenster und genießt die Aussicht auf den Teich mit Trauerweiden, bunten Kois und der gezackten Brücke, auf der die Menschen sich für das perfekte Hintergrundmotiv drängen.
Frisch gestärkt geht es weiter zum Stadtgotttempel um die Ecke, einem alten daoistischen Tempel aus dem 15. Jahrhundert. Umnebelt von Räucherstäbchenschwaden bewundert man im Tempel goldene Verzierungen und Statuen. In friedlicher Atmosphäre kann man hier verweilen und spirituellen Gedanken nachhängen oder einfach die innere Ruhe genießen. Der Ausgang entlässt einen direkt aus der Altstadt hinaus zurück ins pralle Stadtleben.
Wer jetzt noch Zeit und Energie hat, findet unzählige weitere Sehenswürdigkeiten, Köstlichkeiten und Erlebnisse. Keinen Reiseführer dabei? In Shanghai gibt es für alles eine App.

Smart in Shanghai mit App Allerlei

Das Handy ist aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken und für den Alltag nahezu unentbehrlich. Für wirklich alles gibt es eine App und jeder ist über We Chat vernetzt. Über Veranstaltungen und Kulinarisches kann man sich vorab mittels nützlicher Apps informieren:
http://www.thatsmags.com/shanghai/
http://www.timeoutshanghai.com/

Adressen mit Ausdruck für den Taxifahrer findet man am besten über
http://www.smartshanghai.com/

Weitere nützliche Links:
http://worldpopulationreview.com/world-cities/shanghai-population/
http://www.shanghai.gov.cn/shanghai/node27118/index.html
http://www.shfao.gov.cn/wsb/english/Sister_Cities/u1a14226.html
http://service.shmetro.com/en/
http://www.smartshanghai.com/venue/1886/Shanghai_Urban_Planning_Exhibition_Hall_shanghai
http://www.smartshanghai.com/venue/15296/shanghai_history_museum_nanjing_xi_lu

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