Als Analphabet im Supermarkt
Auch wenn es manchmal nervt, regelmäßige Ausstattung von Kühlschrank und Haushalt läßt sich leider nicht vermeiden. Frohen Mutes schreite ich zur Tat und in den chinesischen Supermarkt hinein.
Wer LESEN kann ist klar im Vorteil :-). Und wer die Wahl hat, hat die Qual, denke ich, als ich ratlos vor zig1000 bunten Zahnpastatuben stehe. Aha, Sensodyne…das kann ich lesen…kenn ich…in den Warenkorb!
Beim Waschmittel wirds schon OMOmäßig etwas schwieriger. Nachdem ich gefühlte 2 Stunden ratlos die Etiketten begutachtet habe, erbarmt sich eine Verkäuferin und drückt mir mit freundlichem Lächeln und den Worten „hen hao“ ein Mittelchen in die Hand. Na gut, vertrauensvoll lasse ich auch dieses in meinen Warenkorb wandern.
Stufe 3 – Bodylotion: Kann auf den ganzen Flaschen in der Drogerie-ecke nix lesen, weit und breit niemand anzutreffen, der englisch Spricht (von Deutsch wage ich nicht zu träumen). Also auf gut Glück zugreifen… 3-2-1…meins….nur zur Sicherheit gleich mehrere verschieden Fläschlein ins Körbchen. Dazu noch allerlei Kram wie Wäscheständer, Kleiderbügel, Nahrungsmittel usw.
An der Kasse fällt mir ein, daß ich den ganzen Krempel ja zu Fuß nach Hause schaffen muss. Hmmmm… nicht nur Analphabet sondern auch noch doof, denke ich mir und schleppe alles Heim.
Und die Moral von der Geschicht…
Schweißgebadet packe ich meine ganzen Schätze aus. Das Waschmittel paßt. Der Weichspüler ist ein Desinfektionsmittel… schadet sicher auch nicht. Die heiß ersehnte Bodylotion befindet sich leider in keiner der Flaschen – alles Duschgel. Vielleicht sollte ich eine Schaumparty schmeißen.
